Schön in Dresden, Aktion an einer Werbetafel

Der Neue Sächsische Kunstverein schrieb 2003 unter dem Motto »Schoen-in-Dresden« einen Wettbewerb aus. Es sollte über die Bedeutung von Schönheit im Stadtraum nachgedacht werden: »Wodurch wird eine Stadt und das Leben in ihr als schön, als urban als heimatlich empfunden?« lautete die Frage. Gesucht waren Projektideen, die sich unter diesem Gesichtpunkt mit einem konkreten Ort innerhalb des 26er Ringes, der Route der mittlerweile eingestellten Straßenbahnlinie 26, auseinandersetzen.

Um auf den Wettbewerb aufmerksam zu machen, veranstaltete der Neue Sächsische Kunstverein zusammen mit 10 Künstlern am 22.5.2003 eine Plakataktion.

Es wurde mir eine weiß plakatierte Werbetafel in der Hamburger Straße zur Verfügung gestellt - eine laute Straße, in der niemand gern verweilt, jeder mit Auto, Straßenbahn oder Fahrrad schnell hindurch fährt.
Meine Aktion bestand darin, mich für die Dauer eines Nachmittags an der Werbetafel aufzuhalten, um mitgebrachte Objekte, die ich für meinen »Ausflug« teilweise extra angefertigt hatte, an der Tafel zu befestigen: einen Cashewnußspender, einen Wasserspender, einen Samenstreuer, zwei Windräder, einen vergoldeten Stein in einem Pappkasten mit Sichtfenster, einen Regen- und einen Sonnenhut, Ohrstöpsel, einen Bleistift, Bilder von Sandsteinreliefs aus der Innenstadt.