Mutterkräuter

Es wird schon immer wilde Kräuter gegeben haben, die von kundigen Frauen gesammelt wurden. Denn Schmerz und Verwundung wecken die Sehnsucht nach Linderung und Heilung.

Auf die mythologische Suche nach dem persönlichen »Mutterkraut« machte ich mich im Jahr 2007. Eine ungenaue Vorstellung des persönlichen Urbildes für eine universal einsetzbare Heilpflanze ließ mich so lange vielfältige Variationen von pflanzlichen Formen auf dem Papier hervorbringen, bis ich schließlich meinen Protoypen gefunden hatte.

Die Titel der »Mutterkräuter« beinhalten einerseits biografische Komponenten, spielen aber auch immer wieder auf das Thema Heilung an. Mit dem Titel »Hommage an einen Apotheker« ehre ich meinen Großvater, in dessen Nachlaß ich ein Büchlein über chinesische Farbholzschnitte fand. Der Titel »Zauberstab« beinhaltet den drängenden Wunsch nach Heilung/ Veränderung.

Unser Umgang mit existenziellen menschlichen Bedingungen interessiert mich zunehmend seit der Beschäftigung mit den »Mutterkräutern«.

links oben:
»Hommage an einen Apotheker«
Acryl, Bleistift, Papier
42x59cm
2007

links:
»Brunnenwurzel«
Acryl, Bleistift, Papier
42x59cm
2007

links unten:
»(…) zieht alles Gift heraus«
Acryl, Bleistift, Papier
42x59cm
2007

rechts oben:
»(…) zieht alles Gift heraus II«
Acryl, Bleistift, Papier
42x59cm
2007

rechts:
»Zauberstab«
Acryl, Bleistift, Papier
42x59cm
2007

rechts unten:
»Tränenkraut«
Acryl, Bleistift, Papier
42x59cm
2007