Ex voto

Die Kunstgeschichte ist reich an Bildern und Artefakten, die »ex voto«, »einem Gelübde zufolge«, von einem Stifter in Auftrag gegeben worden sind. Der Stifter legte so dauerhaft Zeugnis ab von dem stillen Bund mit einer höheren Macht, den er in Notzeiten geschlossen hatte.

In meinem künstlerischen Werk bezeichne ich Arbeiten, die Schmerz- und Krankheitserfahrungen thematisieren, mit dieser Formel »ex voto«. Meinen »stillen Bund« als Künstlerin sehe ich darin, meine Beobachtungen
hinsichtlich der Tabuisierung und Ablehnung von Schmerzempfindung und Krankheit in eine künstlerische Form zu transformieren. Mein Anliegen ist es, vernachlässigte Anteile wieder zu integrieren und damit eine grundlegende Voraussetzung für Heilungsprozesse zu schaffen.

links oben:
»Tippeltanz«
Acryl, Papier
59 x 42cm
2007

links unten:
»Muskelscheibe«
Acryl, Bleistift, Papier
59 x 42cm
2009

rechts:
»Tabu«
Acryl, Papier, Faden
Durchmesser 32cm
2007/09