Rote-Formen-Sammlung (Auswahl)

Die »Rote-Formen-Sammlung« ist das Produkt einer im Oktober 2003 begonnenen Suche nach elementaren Formen. Ich betrachte diese Arbeit als Grundlagenforschung, die mein bisheriges Verständnis von Malerei erneuert
Die Methode »ein Strich roter Farbe ohne den Pinsel abzusetzten« brachte vielfältige und immer neue Formen hervor. Nicht das im Kopf vorgefertigte Bild war der Impuls des Malens, sondern die Pinselbewegung selbst, die Drehung der Hand und die Überraschung, wenn sich plötzlich eine Form manifestiert, die eigentümlich an Muscheln, Blätter, Zellen, Samen, Urwüchsiges, »kleinste Teilchen« erinnert.
Diese Arbeit wurde zum Ausgangspunkt einer neuen Schaffensform, die sich nicht mit Darstellungen oder Symbolisierungen von bereits Existentem beschäftigt, sondern welche aus einer scheinbar unbekannten Sphäre Dinge hervorbringt, die dann entdeckt, interpretiert und wiedererkannt werden können. Diese Arbeitsweise steht in großem Kontrast zu meiner theatermalerischen Tätigkeit, bei der die Technik der Reproduktion zum Alltag gehört, aber auch zum Arbeiten vor dem Obkjekt wie
Akt, Landschaft oder Stilleben.