Welcome

Ich ziehe den Gürtel »welcome« aus einem kleinen braunen Pappkarton und binde ihn mir um die Hüfte. Nicht zufällig erinnern die Stoffobjekte, die da am Gürtel hängen, an ganz alltägliche Kackwürste. Sie kontrastieren die saubere, helle Kleidung.
Nach der Geburt meines Kindes habe ich mich bald an die zusätzliche »Sekretewischerei« gewöhnt und nehme das Thema auch künstlerisch ins Visier.
In der Kunst ist es im Gegensatz zu anderen Bereichen möglich, tabuisierte und abgelehnte Anteile an die Oberfläche zu holen und zu benennen. Dabei geht es mir nicht um Provokation, sondern um das Benennen von existenziellen, menschlichen Bedingungen. »Es« zu benennen schafft Präsenz (Gegenwärtigkeit).












»welcome«
Stoff, Stofffarbe, Garn, Metallösen, -haken
2009